Hubertz plant radikale Wohngeld-Reform mit Milliarden-Einsparungen und harten Kürzungen
Xaver Dussen vanHubertz plant radikale Wohngeld-Reform mit Milliarden-Einsparungen und harten Kürzungen
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat einen Gesetzentwurf zur grundlegenden Reform des Wohngeldrechts vorgelegt. Der Plan sieht Einsparungen in Höhe von 2 Milliarden Euro vor und zielt darauf ab, das System zu modernisieren und gleichzeitig die Haushaltsbelastung zu verringern. Die Maßnahmen werden alle aktuellen Empfänger betreffen und gehen nun in die Ressortabstimmung.
Das vorgeschlagene Gesetz mit dem Titel „Gesetz zur Vereinfachung und Modernisierung des Wohngeldrechts“ soll die jährlichen Ausgaben von 5 Milliarden auf 3 Milliarden Euro reduzieren. Davon entfallen 1 Milliarde Euro auf Einsparungen des Bundes und eine weitere Milliarde auf die Länder. Durch die Reformen wird voraussichtlich ein Drittel der Haushalte, die derzeit Leistungen beziehen, ihren Anspruch verlieren.
Ministerin Hubertz räumte ein, dass die Kürzungen für betroffene Familien und ihre eigene Partei schwierig seien. Die Regierung betont jedoch, dass die Änderungen sozialverträglich umgesetzt werden sollen. Bestehende Bewilligungen werden nicht rückwirkend geändert, doch die Kürzungen gelten für alle aktuellen Leistungsbezieher. Der Gesetzentwurf wird vorgelegt, während sich die Bundesregierung mit einem angespannten Haushalt konfrontiert sieht. Mehrere Krisen, schwaches Wirtschaftswachstum und anstehende Reformen zwingen zu den Einsparungen. Bei einer Verabschiedung werden die Änderungen ab kommendem Jahr die Wohnunterstützung in ganz Deutschland neu gestalten.
