19 June 2026, 12:22

Jan van Aken verlässt die Linkspartei nach prägenden zwei Jahren an der Spitze

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Aken verlässt die Linkspartei nach prägenden zwei Jahren an der Spitze

Jan van Aken tritt nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit als Vorsitzender der Linkspartei zurück. Sein mutiger Führungsstil und die Zusammenarbeit mit Ines Schwerdtner halfen, das Image der Partei und ihre Wahlchancen grundlegend zu verändern. Kritiker warfen ihm jedoch häufig Populismus und eine allzu direkte, ungeschönte Rhetorik vor.

Van Aken und Schwerdtner arbeiteten eng zusammen, wobei er sie wiederholt als „absolut herausragend“ lobte. Ihre Partnerschaft spielte eine entscheidende Rolle dabei, die Umfragewerte der Partei von nur 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2025 zu steigern. Über 700.000 Wähler – viele von den Grünen enttäuscht – wechselten zur Linken, maßgeblich dank van Akens Engagement.

Bei seiner letzten Pressekonferenz holte van Aken plötzlich eine schwarze Kiste hinter dem Tisch hervor. Zudem gestand er Journalisten, dass er und Schwerdtner sie „zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt“ hätten. Abseits der Politik fiel sein imposanter Körperbau auf: Mit einer Größe von fast zwei Metern überragte er Schwerdtner um mehr als einen Kopf.

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Gemeinsam mit Heidi Reichinnek sprach er gezielt ältere Wähler an und verhalf der Partei zu mehr Glaubwürdigkeit in der Außenpolitik. Dennoch blieb sein konfrontativer Stil umstritten – etwa im Mai 2026, als er dem Wohnungsriesen Vonovia mit den Worten drohte, er werde „auf ihr Dach steigen“, sollte das Unternehmen weiterhin illegale Mietpreiserhöhungen durchsetzen.

Van Akens Führung hat der Linkspartei zweifellos seinen Stempel aufgedrückt. Der Anstieg in den Umfragen und der Wählerzuwachs belegen seinen Einfluss. Sein Rücktritt markiert das Ende einer Phase des Wachstums – aber auch anhaltender Kritik an seiner Art, Politik zu betreiben.

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