30 June 2026, 00:17

Kriminalstatistik 2025 entfacht Debatte über Gewalt und Herkunft der Täter

Wer begeht immer wieder Gewaltverbrechen in Deutschland

Kriminalstatistik 2025 entfacht Debatte über Gewalt und Herkunft der Täter

Die neuen Kriminalstatistiken für 2025 haben in Deutschland eine politische Debatte ausgelöst. Die Daten zeigen, dass nichtdeutsche Staatsangehörige unter den Tatverdächtigen bei Gewaltdelikten überproportional vertreten sind. Der AfD-Abgeordnete Martin Hess kritisierte die Zahlen als Beleg für systemische Versäumnisse.

2025 stellten nichtdeutsche Staatsbürger 14,9 Prozent der Bevölkerung Deutschlands, machten aber 42,9 Prozent der Tatverdächtigen bei Gewaltdelikten aus. Die Rückfallquoten variierten dabei deutlich je nach Herkunftsland. Bei tunesischen Tatverdächtigen waren 16,4 Prozent bereits zweimal und 6 Prozent sogar dreimal in Verdacht geraten. Bei marokkanischen Tatverdächtigen lagen die Werte bei 15 Prozent (zweimal) und 5,3 Prozent (dreimal).

Bei syrischen Tatverdächtigen betrug die Quote für einen zweiten Verdacht 10,3 Prozent, für einen dritten 3 Prozent. Afghanische Tatverdächtige wiesen ähnliche Muster auf: 10,7 Prozent standen zweimal und 2,4 Prozent dreimal unter Verdacht. Ukrainische Tatverdächtige hatten mit 8,3 Prozent (zweiter Verdacht) und 1,7 Prozent (dritter Verdacht) niedrigere Rückfallquoten. Zum Vergleich: Bei deutschen Staatsbürgern, die wegen Gewaltdelikten verdächtigt wurden, lagen die Werte bei 8,2 Prozent (zweiter Verdacht), 1,8 Prozent (dritter Verdacht) und 0,8 Prozent (vier- bis fünfmaliger Verdacht).

Martin Hess von der AfD bezeichnete die Statistiken als „inakzeptabel“. Er warf anderen Parteien vor, Ideologie über die öffentliche Sicherheit zu stellen. Hess argumentierte zudem, Deutschland sei zu einer „Komfortzone“ für gewaltbereite Straftäter geworden, die sich nicht integrieren wollten. Seine Äußerungen erfolgten nach dem Prozess gegen Islam El M., einen in Deutschland geborenen, verurteilten Gruppenvergewaltiger, der während der Verhandlung einen Dolmetscher benötigte.

Die Zahlen für 2025 unterstreichen die Unterschiede in den Rückfallquoten zwischen den verschiedenen Nationalitäten. Politiker haben bereits mit Forderungen nach politischen Kurskorrekturen auf die Daten reagiert. Im Mittelpunkt der Debatte stehen Fragen der Integration, der Strafverfolgung sowie das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und ideologischen Positionen.

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