Linkspartei distanziert sich von antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Xaver Dussen vanLinkspartei distanziert sich von antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Linkspartei hat sich von umstrittenen Äußerungen ihrer Jugendorganisation Linksjugend [’solid] distanziert. In den fraglichen Aussagen fanden sich antisemitische Kommentare über Israel sowie Verherrlichungen historischer Figuren wie Josef Stalin und Mao Zedong. Die Parteiführung verurteilte die Äußerungen scharf und leitete eine Untersuchung ein.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] in einem internen Forum antisemitische Inhalte veröffentlicht. Ein Bild zeigte die israelische Flagge mit dem Schriftzug „Tod Israel“. Die Jugendorganisation war bereits zuvor wegen ihrer Haltung zu Israel in die Kritik geraten.
In dem Forum wurden zudem Stalin, Mao und die ehemalige DDR positiv erwähnt. Diese Aussagen lösten heftige Reaktionen bei der Parteispitze aus. Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner erklärte, die Äußerungen würden „auf das Schärfste“ abgelehnt.
Die Linkspartei, die bundesweit rund 126.000 Mitglieder zählt, handelte umgehend. Die Linksjugend [’solid] selbst hat 14.300 aktive Mitglieder. Die Partei fordert nun Konsequenzen und prüft die Vorwürfe weiter.
Die Führung der Linkspartei hat ihre Position deutlich gemacht: Sie lehnt die antisemitischen Aussagen, die Verherrlichung des Stalinismus und die Verklärung der DDR ab. Die Ermittlungen gegen die Linksjugend [’solid] laufen noch, mit weiteren Maßnahmen ist zu rechnen.
