Lünen kämpft mit 53-Millionen-Defizit – Bürger fordern Schutz für Bildung und Soziales
Xaver Dussen vanLünen kämpft mit 53-Millionen-Defizit – Bürger fordern Schutz für Bildung und Soziales
Lünen steht vor einer ernsten finanziellen Herausforderung: Im aktuellen Haushalt klafft ein Defizit von 53 Millionen Euro. Um die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger zu adressieren, veranstaltete Kürzlich Stadtkämmerer Dr. André Jethon eine Informationsveranstaltung zur finanziellen Lage der Stadt. Die Zusammenkunft stieß auf großes Interesse lokaler Gruppen, darunter Pro Lünen, das die Initiative mittrug.
Bei der Veranstaltung skizzierte Dr. Jethon die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt. Fast die Hälfte der Ausgaben Lünens fließt in Transferzahlungen für Aufgaben, die Bund und Länder der Kommune auferlegen. Die Teilnehmer betonten, wie wichtig es sei, Bildung, Schulen, ehrenamtliches Engagement, bürgerschaftliches Handeln und den sozialen Zusammenhalt vor Kürzungen zu schützen.
Lena Steinkuhl, stellvertretende Vorsitzende von Pro Lünen, unterstrich die Bedeutung finanziell stabiler Kommunen für die lokale Wirtschaft. Der Verein forderte zudem eine konsequentere Umsetzung des Prinzips „Wer bestellt, muss auch zahlen“. Dr. Jethon versprach, die Anregungen der Anwesenden in die künftige Haushaltsplanung einfließen zu lassen.
Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund allgemeiner Sorgen um die Finanzlage deutscher Kommunen statt. Der Deutsche Städtetag hatte bereits am 22. Juni 2023 einen bundesweiten Aktionstag unter dem Motto „Kommunen am Limit“ organisiert.
Die finanzielle Zukunft Lünens bleibt ungewiss. Die Stadt muss ihren Haushalt konsolidieren, ohne zentrale Gemeinschaftsaufgaben zu vernachlässigen. Die Veranstaltung war ein erster Schritt, um die Bürgerinnen und Bürger stärker in die Gestaltung der städtischen Finanzen einzubinden.
