09 June 2026, 08:18

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern unter Strafe stellen

Mehrheit der Deutschen lehnt Abschaffung der Beleidigung von Politikern ab

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern unter Strafe stellen

Eine neue Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen das Gesetz beibehalten möchte, das die Beleidigung von Politikern unter Strafe stellt. Die von Forsa durchgeführte Erhebung ergab, dass 58 Prozent der Befragten für die Beibehaltung der Regelung sind. Nur 38 Prozent sprechen sich für eine Abschaffung aus, während 4 Prozent unentschieden blieben.

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Die Debatte entzündet sich an dem Vorstoß der Christlich Demokratischen Union (CDU), das Gesetz abzuschaffen, da es ihrer Ansicht nach die Meinungsfreiheit einschränkt. Andere Parteien hingegen positionieren sich klar für den Erhalt der Regelung.

Die Umfrage, die am 4. und 5. Juni 2026 durchgeführt wurde, befragte 1.007 Deutsche zu ihrer Haltung. Die Zustimmung war in Westdeutschland mit 59 Prozent etwas höher als in Ostdeutschland (52 Prozent). Trotz regionaler Unterschiede sprach sich jedoch in beiden Landesteilen eine Mehrheit für das Gesetz aus.

Unter den Parteien zeigten sich die Linke und die Grünen mit 65 bzw. 72 Prozent Zustimmung unter ihren Wählern am deutlichsten für den Erhalt des Gesetzes. Auch bei der SPD und der CDU/CSU war die Unterstützung hoch: 84 Prozent ihrer Anhänger wollen die Regelung beibehalten. Die SPD kritisierte den CDU-Vorschlag zur Abschaffung des Straftatbestands als unzeitgemäß.

Im Gegensatz dazu war die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) die einzige größere Partei, bei der eine Mehrheit von 60 Prozent ihrer Wähler für eine Streichung des Gesetzes plädierte.

Die Umfrage verdeutlicht eine klare Spaltung der öffentlichen Meinung, wobei sich die meisten Deutschen für die Beibehaltung des Gesetzes aussprechen. Der CDU-Vorstoß zur Abschaffung stößt nicht nur bei anderen Parteien, sondern auch bei einem beträchtlichen Teil der Wählerschaft auf Widerstand. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Diskussion weitergehen wird, während Abgeordnete die Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und dem Schutz politischer Persönlichkeiten vorantreiben.

Quelle