Mercedes-Benz bricht Quartalsrekord trotz Kartellverdacht in der Autoindustrie
Darko CarstenMercedes-Benz bricht Quartalsrekord trotz Kartellverdacht in der Autoindustrie
Daimler hat für seine Marke Mercedes-Benz ein rekordverdächtiges zweites Quartal gemeldet. Das Unternehmen verzeichnete die höchsten Quartalsumsätze seiner Geschichte sowie einen Anstieg der Erträge – und das, obwohl Kartellvorwürfe über der Branche schweben.
Der Umsatz des Konzerns stieg im zweiten Quartal um sieben Prozent auf rund 41,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich leicht auf 2,51 Milliarden Euro, verglichen mit 2,45 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Mercedes-Benz Cars lieferte weltweit 595.200 Fahrzeuge aus, was einem Plus von neun Prozent entspricht und einen neuen Quartalsrekord bedeutet.
Die Verkäufe von Mercedes-Benz und smart erreichten in Schlüsselmärkten wie Europa und China historische Höchststände. Trotz dieser starken Ergebnisse ging Daimler in seinem Quartalsbericht nicht auf die laufenden Kartellermittlungen ein.
Die Behörden prüfen, ob regelmäßige Treffen zwischen Automobilherstellern zu illegalen Preisabsprachen geführt haben. Als Reaktion darauf berief Hans Dieter Pötsch, der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, eine Krisensitzung ein. Auch der Aufsichtsrat von Daimler kommt zusammen, um die Vorwürfe zu erörtern.
Unabhängig davon kündigte Mercedes an, seinen neuen Pickup der X-Klasse im November auf den Markt zu bringen.
Daimlers finanzielle Leistung zeigt ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Erträgen. Gleichzeitig steht das Unternehmen wegen möglicher Kartellaktivitäten unter behördlicher Beobachtung. Die anstehenden Aufsichtsratssitzungen sowohl bei Volkswagen als auch bei Daimler unterstreichen, wie ernst die Angelegenheit genommen wird.






