Mercedes-Benz kürzt Gehälter und Gewinnbeteiligung nach Rekordverlust 2022
Marijan MangoldMercedes-Benz kürzt Gehälter und Gewinnbeteiligung nach Rekordverlust 2022
Mercedes-Benz kündigt Sparmaßnahmen nach Gewinnrückgang 2022 an
Mercedes-Benz hat eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen angekündigt, nachdem das Unternehmen für das Jahr 2022 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnete. Die Veränderungen werden rund 91.000 Mitarbeiter in Deutschland betreffen. Ziel des Konzerns ist es, durch Einsparungen und mehr Flexibilität die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zu den zentralen Maßnahmen gehören unter anderem Gehaltsstopp und eine reduzierte Gewinnbeteiligung bis 2025.
Bis 2027 sollen die Produktionskosten um etwa zehn Prozent gesenkt werden. Um dies zu erreichen, wird das Unternehmen bestimmte Vergütungsbestandteile streichen und den Einsatz von Leiharbeitnehmern in der Fertigung ausweiten. Die Grundgehälter von Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und Teamleitern bleiben 2025 eingefroren.
Die Gewinnbeteiligung für die Belegschaft wird zwar vorerst nach der bestehenden Vereinbarung fortgeführt, läuft aber nach der Auszahlung 2025 aus. Künftige Tariferhöhungen sollen zudem teilweise durch Kürzungen bei übertariflichen Zulagen ausgeglichen werden. Gleichzeitig wurde ein Sozialplan für Mitarbeiter in indirekten Bereichen eingeführt – Zwangsentlassungen wird es jedoch nicht geben.
Das Beschäftigungssicherungsabkommen "Zusi" wurde bis Ende 2034 verlängert. Damit bleibt den Arbeitnehmern ein stabiler Arbeitsplatz garantiert, während das Unternehmen seine langfristige Sparstrategie vorantreibt.
Die neuen Maßnahmen spiegeln die Bemühungen von Mercedes-Benz wider, die finanzielle Performance nach dem schwierigen Jahr 2022 zu verbessern. In den kommenden Jahren werden sich für die Belegschaft Änderungen bei Gehaltsstrukturen, Gewinnbeteiligung und Vertragsbedingungen ergeben. Der Konzern bleibt darauf fokussiert, Kosten zu senken und gleichzeitig die Arbeitsplatzsicherheit für seine Mitarbeiter zu wahren.






