02 May 2026, 18:32

Mit 19 Jahren Vollzeit-Triebwagenführer: Ein Leben auf Deutschlands Schienen

Schwarzes und weißes Foto einer Bahnstation in Dielkirchen, Deutschland, mit einem Zug auf den Gleisen, umgeben von Häusern, Strommasten, Bäumen, Pflanzen, Menschen, fernen Hügeln und einem klaren Himmel.

Mit 19 Jahren Vollzeit-Triebwagenführer: Ein Leben auf Deutschlands Schienen

Mit nur 19 Jahren hat Lasse Stolley die letzten drei Jahre auf Deutschlands Zügen verbracht. Er arbeitet als Vollzeit-Triebwagenführer für TRI Train Rental und verdient dabei etwa 3.400 Euro brutto im Monat. Sein ungewöhnlicher Lebensstil besteht aus einem Wechsel zwischen Arbeitsblöcken, Nachtschichten und Freizeit – alles während er quer durchs Land reist.

Stolleys Job führt ihn jede Woche in andere Städte. Zu seinen Aufgaben gehören das Kuppeln von Waggons, die Bremsproben und die Vorbereitung der Züge zur Abfahrt. Er arbeitet in intensiven Schichten: mehrere Tage im Dienst, gefolgt von freien Tagen, oft an Wochenenden oder nachts.

Sein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Kosten für seine BahnCard 100, mit der er unbegrenzt durch Deutschland reisen kann. Dieser Vorteil macht sein Leben, wie er sagt, „unglaublich günstig“. Selbst in seiner Freizeit bleibt er in Bewegung, schläft oft in Zügen und lebt aus dem Rucksack.

Im Laufe der Jahre ist Stolley unter Fahrgästen zu einer kleinen Berühmtheit geworden. Viele erkennen ihn und bitten um Fotos. Seine Reisen haben ihn bis nach Transnistrien und Istanbul geführt – stets mit der Deutschen Bahn als Basis.

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Sein Alltag verbindet Arbeit und Reisen nahtlos. Mit einem Railpass, der ihm bis zu 1.000 Kilometer am Tag ermöglicht, ist er ständig zwischen Einsätzen und Abenteuern unterwegs. Sein Lebensstil zeigt, wie ein Beruf bei der Bahn zu einer Lebensweise werden kann – einer, die fast ausschließlich auf den Schienen stattfindet.

Quelle