Mönchengladbachs Wohnungsboom trotzt dem NRW-Trend mit Rekordzahlen 2025
Xaver Dussen vanMönchengladbachs Wohnungsboom trotzt dem NRW-Trend mit Rekordzahlen 2025
Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsbau und setzt sich damit vom allgemeinen Rückgang in Nordrhein-Westfalen ab. 2025 wurden in der Stadt 758 neue Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl der fertiggestellten Wohnungen im Land auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren, mit einem Rückgang von 9,4 Prozent im Vergleich zu 2024.
Die Fortschritte der Stadt stechen vor dem schwierigen Gesamtbild besonders hervor. Während die Bauquote in Nordrhein-Westfalen auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner fiel, erreichte Mönchengladbach eine Quote von 28,4. Damit belegte die Stadt Platz drei unter den kreisfreien Städten und lag 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt.
Die Zahl der Baugenehmigungen in Mönchengladbach stieg 2025 um 73,6 Prozent – ein krasser Gegensatz zum landesweiten Rückgang um 27,4 Prozent seit 2020. Der lokale Aufschwung folgt auf die Wohnungsbauinitiative von 2023, durch die rund 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau flossen.
Trotz dieser Erfolge bleiben die Rahmenbedingungen schwierig. Die Baukosten in Deutschland stiegen Anfang 2025 um 3,2 Prozent und setzten damit den Trend starker Preissteigerungen seit 2021 fort. Auch die Finanzierungskosten sind deutlich gestiegen: Die Zinsen für Baukredite kletterten von nahe null auf drei bis vier Prozent seit 2022.
Um das Wachstum weiter zu fördern, bewilligte Mönchengladbach 2025 Wohnungsbaufördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten. Diese Summe entspricht fast dem Rekordwert des Vorjahres und unterstreicht das Engagement der Stadt für den Ausbau bezahlbaren Wohnraums.
Mönchengladbachs Wohnungsbauoffensive hebt sich in einem schwierigen Marktumfeld deutlich ab. Mit stark gestiegenen Fertigstellungen und mehr Genehmigungen kontrastieren die städtischen Bemühungen mit dem Rückgang in Nordrhein-Westfalen. Die Kombination aus lokalen Investitionen und Fördermitteln soll den Schwung trotz anhaltender Kosten- und Finanzierungsherausforderungen aufrechterhalten.






