Normenkontrollrat drängt auf einfachere Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und hohe Kosten
Darko CarstenNormenkontrollrat drängt auf einfachere Bauvorschriften gegen Wohnungsnot und hohe Kosten
Nationaler Normenkontrollrat fordert vereinfachte Bauvorschriften zur Kostensenkung und Entschärfung der Wohnungsnot
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat einfachere Bauvorschriften angemahnt, um die Kosten zu drücken und die Wohnungskrise zu mildern. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Baukosten steigen und die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum weiter wächst. Bundesministerien haben nun die zentralen Änderungen für den neuen Bautyp E-Vertrag skizziert.
NKR-Präsident Lutz Goebel betonte die Notwendigkeit, sämtliche Bauvorschriften auf ihre grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsstandards hin zu überprüfen. Seine Behörde argumentiert, dass viele technische Anforderungen an Wohngebäude zu hoch angesetzt seien und die Kosten unnötig in die Höhe trieben. Um gegenzusteuern, schlägt der NKR vor, DIN-zertifizierte Verfahren zurückzufahren.
Der Rat hat ein gestuftes System für Bauqualitätsstandards vorgeschlagen. Bauherren könnten künftig zwischen einer Grund-, Mittel- oder Premium-Ausführung wählen. Als Standardoption soll eine „Grundausführungsqualität“ gelten.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) stellten kürzlich die Eckpunkte des Bautyp E-Vertrags vor. Das Justizministerium plant, in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das neue Regelwerk vorzulegen. Der NKR wird die Bundesregierung während dieses Prozesses fachlich beraten.
Ziel der Reformen ist es, die Baukosten zu senken und Wohnungsbauprojekte zu beschleunigen. Ein erster Entwurf für das Bautyp E-Gesetz wird in Kürze erwartet. Die Regierung wird gemeinsam mit dem NKR die neuen Vorschriften finalisieren.






