"Ohligs City Ring": Weniger Parkplätze, mehr ÖPNV – lohnt sich der Kompromiss?
Carolina Lange"Ohligs City Ring": Weniger Parkplätze, mehr ÖPNV – lohnt sich der Kompromiss?
Das Projekt „Ohligs City Ring“ soll umweltfreundlichen Verkehr fördern und die Anbindung an die Innenstadt verbessern. Dazu gehören Pläne für modernisierte Bushaltestellen, Änderungen im Verkehrsfluss sowie neue Parkregelungen. Allerdings fallen durch das Vorhaben 35 Parkplätze weg, was eine Debatte über Nutzen und Alternativen ausgelöst hat.
Die Stadt plant, die ehemalige Schulbus-Haltestelle auf dem Rennpatt in eine Parkzone mit acht neuen Stellplätzen umzuwandeln. Diese Maßnahme würde den Verlust an Parkplätzen auf dem Rennpatt ausgleichen, sodass dort netto keine Reduzierung entsteht. Dennoch entfallen 28 Parkplätze an der Kottendorfer Straße und der Bahnstraße aufgrund neuer Halteverbote und verkehrsregelnder Maßnahmen.
Sicherheitsbedenken wie schmale Fahrspuren und schlechte Sichtverhältnisse rechtfertigen den Abbau von Parkflächen. Zudem ist eine Einbahnregelung auf dem Rennpatt vorgesehen, um den Verkehr zu entlasten, Busse zu beschleunigen, Gehwege freizuhalten und die Zufahrt zur Bahnstraße zu vereinfachen. Darüber hinaus sollen barrierefreie Bushaltestellen neu eingerichtet oder ausgebaut werden, um die Nutzung des ÖPNV zu fördern und die Erreichbarkeit des Stadtteilzentrums zu verbessern.
Offen bleibt jedoch, wie die wegfallenden Parkplätze ersetzt werden und wie viele öffentliche Stellflächen insgesamt in dem Gebiet verfügbar sein werden. Die politische Diskussion dreht sich nun darum, ob die Verbesserungen den Verlust an Parkraum aufwiegen und welche weiteren Lösungen die Stadt anbieten kann.
Ziel des Projekts ist es, den Verkehrsfluss zu optimieren, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und die Barrierefreiheit zu erhöhen. Zwar werden 35 Parkplätze abgebaut, doch ein Teil davon soll auf dem Rennpatt kompensiert werden. Die Debatte über das richtige Maß zwischen diesen Veränderungen und den Bedürfnissen von Anwohnern, Kunden und Besuchern hält indes an.
