Olympia-Bewerbung: DOSB entscheidet – doch Berlin und Hamburg zögern
Carolina LangeOlympia-Bewerbung: DOSB entscheidet – doch Berlin und Hamburg zögern
Deutschland erwägt eine Bewerbung um die Olympischen Spiele, wobei mehrere Städte Interesse zeigen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September eine endgültige Entscheidung treffen. Doch es gibt weiterhin politische und öffentliche Hürden – insbesondere in Berlin und Hamburg.
München und Nordrhein-Westfalen unterstützen eine Olympiabewerbung deutlich: Rund zwei Drittel der Befragten stehen dem Vorhaben positiv gegenüber. In Hamburg hingegen ist die Lage weniger klar, da Umfragen eine gespaltene Meinung zeigen. Die Stadt hatte eine Bewerbung bereits 2015 abgelehnt, als sich 51,6 Prozent der Wähler dagegen und 48,4 Prozent dafür aussprachen.
Berlins Bewerbung stößt auf Widerstand der Initiative „NoOlympia“, die derzeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt. Selbst bei einer Auswahl durch den DOSB könnte die Entscheidung noch 2027 in einer Abstimmung kippen. Bürgermeister Kai Wegner und Sportchef Kaweh Niroomand wiegeln zwar Bedenken ab, doch rechtliche Fristen bedeuten, dass ein Referendum frühestens in einem Jahr stattfinden könnte.
Hamburgs Landesparlament verlangt für ein solches Begehren eine Zweidrittelmehrheit – eine Hürde, die weder Hamburg noch Berlin derzeit nehmen könnten. Die Berliner Landtagswahl am 20. September wird voraussichtlich die DOSB-Entscheidung nur wenige Tage später maßgeblich beeinflussen.
Am 26. September fällt die Weichenstellung: Der DOSB entscheidet, ob Deutschland eine Olympiabewerbung vorantreibt. Berlins politische Gemengelage und Hamburgs zögerliche Haltung könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen. Selbst bei einem erfolgreichen Antrag droht in den kommenden Jahren noch eine mögliche Ablehnung durch die Bevölkerung.






