13 June 2026, 22:18

Preisschock an der Mailänder Scala: 30 Prozent mehr für Luxusplätze

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

Preisschock an der Mailänder Scala: 30 Prozent mehr für Luxusplätze

Preiserhöhungen an der Mailänder Scala sorgen für Empörung

Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind für einige der begehrtesten Plätze drastisch gestiegen. Die Erhöhung von über 30 Prozent betrifft zwar nur 36 Premium-Sitzplätze, hat aber bereits eine heftige Gegenreaktion ausgelöst. Nutzer in sozialen Medien bezeichnen den Schritt als „Gentrifizierung der Scala“.

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Besonders betroffen sind langjährige Stammgäste: Abonnements, die in der letzten Saison noch 800 Euro kosteten, beginnen nun bei 1.050 Euro. Bei der Premiere von Verdis Carmen kam es zu Protesten, als aus den oberen Rängen Flugblätter auf die Bühne regneten, die gegen die Preissprünge demonstrierten.

Die Theaterleitung hält die Kritik für übertrieben. Man betont, dass nur ein winziger Teil der Plätze betroffen sei und die meisten Erhöhungen moderat ausfielen. Ein Platz in der Galerie steige etwa von 45,56 auf 46,94 Euro in der nächsten Spielzeit. Dennoch bleibt die Scala das teuerste Opernhaus Europas – nur das Salzburger Festspiele-Programm ist noch kostspieliger.

Trotz eines aktuellen Überschusses verweist die Leitung auf anstehende Tarifverhandlungen und die Verlegung von Werkstätten als Gründe für die Anpassungen. Intendant Fortunato Ortombina versprach, unter seiner Führung keine weiteren Preiserhöhungen vorzunehmen.

Die Änderungen haben vor allem die „Loggionisti“ verärgert – die treuen Stammbesucher der oberen Ränge. Zwar bleiben die durchschnittlichen Steigerungen gering, doch der drastische Anstieg bei den Premiumplätzen vertieft die Spaltung. Die finanzielle Stabilität des Hauses und künftige Kosten stehen nun auf dem Spiel.

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