21 March 2026, 18:23

Pro-feministischer Kongress in Berlin: Männlichkeitskritik und Pressekonflikt

Plakat der Berliner Secession mit einer Frau in einem grünen Kleid und einem Mann in einem schwarzen Anzug, mit Text, der das Ereignis beschreibt.

Pro-feministischer Kongress in Berlin: Männlichkeitskritik und Pressekonflikt

Pro-feministischer Kongress in Berlin: Debatten über Männlichkeit und Presseausschluss

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin ein pro-feministischer Kongress statt, der sowohl durch seine inhaltlichen Diskussionen als auch durch den Umgang mit der Presse Aufsehen erregte. Die Veranstaltung im Mehringhof in Kreuzberg stand unter dem Schwerpunkt Männlichkeitskritik und Antifeminismus. Die Organisator:innen schränkten jedoch den Zugang für eine Journalistin ein – was bei einigen Teilnehmer:innen auf Kritik stieß.

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Auf dem Programm standen Workshops zu Themen wie "Antifeminismus als Brückenideologie" und dessen Auswirkungen auf marginalisierte Gruppen. In einer Session wurde die Geschichte kritischer Männergruppen in den 1970er-Jahren in Deutschland beleuchtet, die als Reaktion auf die zweite Frauenbewegung entstanden. Diese Gruppen setzten sich mit Männlichkeit, Patriarchat und toxischen Verhaltensmustern auseinander, inspiriert von den 68er-Studentenprotesten und linkskritischen Geschlechterrollen-Debatten.

Prof. Dr. Mart Busche, eine nicht-binäre Wissenschaftler:in von der Alice-Salomon-Hochschule Berlin, leitete einen Crashkurs zur Männlichkeitskritik. Ihr Name enthält ein "x", um ihre Geschlechtsidentität widerzuspiegeln. Trotz des progressiven Ansatzes der Veranstaltung blieben die Organisator:innen anonym und verwehrten der Journalistin sowohl Interviews mit Teilnehmer:innen als auch die Berichterstattung über bestimmte Workshops.

Nach dem Kongress beschwerten sich die Verantwortlichen per E-Mail bei der Chefredakteurin der betreffenden Website. Einige Teilnehmer:innen kritisierten das Vorgehen der Organisator:innen. Eine Person merkte an: "Wir müssen auch aus unserem Elfenbeinturm herauskommen." Ein anderer Gast kommentierte: "Dass die Organisator:innen eines Männerkongresses eine feministische Journalistin wegdrängen, zeigt, wie viel Arbeit noch vor uns liegt."

Die Veranstaltung spiegelte die anhaltenden Debatten um Männlichkeit und Feminismus wider. Der Versuch, die Presseberichterstattung einzuschränken, sorgte jedoch für Unmut unter den Teilnehmer:innen. Der Kongress endete mit Appellen für mehr Offenheit und Selbstreflexion in pro-feministischen Räumen.

Quelle