21 March 2026, 02:22

Raucher in Zugtoilette lösen Notbremsung kurz vor Karlsruher Hauptbahnhof aus

Feuerwehrmänner in Helmen stehen auf einem Zuggleis, einer sitzt auf einem Hocker, waehrend ein Zug mit qualendem Rauch im Hintergrund einer Schwarz-Weiß-Aufnahme vorbeifährt.

Raucher in Zugtoilette lösen Notbremsung kurz vor Karlsruher Hauptbahnhof aus

Zwei Männer lösten am Samstagnachmittag eine Notbremsung in einem Fernzug aus, nachdem sie in der Toilette geraucht und dadurch einen Feueralarm ausgelöst hatten. Der Vorfall ereignete sich kurz vor der Einfahrt in den Karlsruher Hauptbahnhof. Verletzte gab es keine, doch die Behörden leiteten Maßnahmen gegen die beiden Männer ein.

Die Störung betraf den EC 9 auf der Strecke von Mannheim nach Karlsruhe. Gegen Mittag des 13. September sollen die beiden algerischen Fahrgäste – 22 und 27 Jahre alt – in der Bordtoilette geraucht haben, woraufhin der Feueralarm ausgelöst wurde. Die plötzliche Warnung zwang den Lokführer, kurz vor Erreichen des Bahnhofs eine Notbremsung einzuleiten.

Eine Streife der Bundespolizei nahm die Männer vom Zug und brachte sie zur Dienststelle im Bahnhof. Die Beamten dokumentierten Verstöße gegen die Sicherheit im Bahnverkehr sowie Beförderungserschleichung, da beide keine gültigen Fahrkarten besaßen. Der Vorfall reiht sich in eine größere Serie ein: Zwischen März 2024 und März 2026 wurden rund 150 ähnliche Fälle in ICE-Zügen registriert, meist wegen unsachgemäßer Betätigung der Notbremsventile durch Fahrgäste.

Nach einer kurzen Verzögerung setzte der Zug seine Fahrt fort. Den beiden Männern drohen nun mögliche Anklagen. Die Behörden warnen seit Langem, dass der Missbrauch von Sicherheitssystemen schwerwiegende rechtliche Konsequenzen und erhebliche Betriebsstörungen nach sich ziehen kann.

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