Stegemann fordert höhere Pflegekosten-Beteiligung für erwachsene Kinder
Darko CarstenStegemann fordert höhere Pflegekosten-Beteiligung für erwachsene Kinder
Albert Stegemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat gefordert, dass erwachsene Kinder stärker an den Pflegekosten ihrer Eltern beteiligt werden. Er kritisierte die aktuelle Praxis, bei der Familien Vermögen frühzeitig übertragen, um künftige Belastungen zu umgehen, und bezeichnete dies als „Erbschutzmodelle auf Kosten der Steuerzahler“.
Stegemann schlug vor, die Einkommensgrenze für die Heranziehung von Kindern zu senken. Derzeit müssen nur Personen mit einem Jahreseinkommen von über 100.000 Euro zur Finanzierung der Elternpflege beitragen. Viele Familien nutzen derzeit rechtliche Schlupflöcher, um Vermögen frühzeitig – etwa im Rahmen der Zehn-Jahres-Frist für Schenkungen – zu übertragen.
Ohne Reformen könnten die Beiträge zur Pflegeversicherung deutlich steigen. Prognosen zufolge könnte der Satz von derzeit 3,6 Prozent bis 2030 auf 4,6 Prozent ansteigen. Für Kinderlose könnte er sogar auf bis zu 5,5 Prozent klettern.
Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, die öffentlichen Haushalte zu entlasten, indem mehr Verantwortung auf die erwachsenen Kinder verlagert wird. Falls umgesetzt, ließen sich so künftige Beitragserhöhungen abmildern. Das aktuelle System ermöglicht es Familien, durch frühzeitige Vermögensübertragungen die spätere finanzielle Belastung der Kinder zu begrenzen.






