Streit um gemeinsame Stromgebotszone: Nord und Süd uneinig über Energiewende-Plan
Darko CarstenStreit um gemeinsame Stromgebotszone: Nord und Süd uneinig über Energiewende-Plan
Ein Vorschlag, Schleswig-Holstein, Hamburg und das dänische Jütland zu einer gemeinsamen Stromgebotszone zusammenzulegen, hat eine Debatte ausgelöst. Baden-Württembergs Energieministerin Thekla Walker lehnt den Plan entschieden ab und bezeichnet ihn als kompliziert und kostspielig.
Die Initiative geht von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein aus. Ziel ist es, eine einheitliche Gebotszone für Windenergie in der Region zu schaffen. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Tobias Goldschmidt unterstützt den Vorschlag.
Walker argumentiert, eine Aufspaltung des deutschen Strommarktes würde zu erheblichem bürokratischem Aufwand führen. Zudem warnt sie vor Verunsicherung für Bürger, Unternehmen und die Energiewirtschaft. Baden-Württemberg hegt Bedenken hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Folgen.
Der Südwesten befürchtet, der Plan könnte die Position Deutschlands als Industriestandort schwächen. Zudem bestehe die Gefahr, dass Unternehmen ihre Produktion bei Umsetzung des Vorhabens außerhalb Europas verlagern könnten. Die Diskussion zeigt die unterschiedlichen Vorstellungen über die künftige Struktur des deutschen Strommarktes auf.






