SWEG-Restrukturierung bedroht 500 Jobs und Tarifverträge in Baden-Württemberg
Carolina LangeSWEG-Restrukturierung bedroht 500 Jobs und Tarifverträge in Baden-Württemberg
Der Verkehrsbetrieb SWEG plant umfangreiche Umstrukturierungen, von denen rund 500 Beschäftigte betroffen sein könnten. Die Änderungen umfassen Entlassungen bei mehreren Busunternehmen sowie die Übertragung von Betriebsbereichen auf neu gegründete Tochtergesellschaften. Betroffen sind unter anderem Standorte in Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg.
Im Zuge der Restrukturierung drohen die Schrumpfung oder Schließung bestehender Betriebsstätten. Fahrpersonal könnte unter der neuen Regelung Tarifverträge und damit betriebliche Altersvorsorgeansprüche verlieren. Beschäftigte, denen gekündigt wird, müssen sich möglicherweise auf Stellen in den neu gegründeten Unternehmen neu bewerben.
Die Gewerkschaft Ver.di hat Bedenken geäußert, dass aktive Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter bei künftigen Einstellungen benachteiligt werden könnten. Sie fordert einen Sozialplan mit Tarifbindung sowie eine Übergangsregelung für Löhne, um die Belegschaft während des Umbruchs abzusichern. Da keine entsprechenden Vereinbarungen bestehen, gelten derzeit auch keine Friedenspflichten. Die Änderungen in Weil am Rhein sollen noch in diesem Jahr in Kraft treten.
Die Umstrukturierung könnte zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten und verschlechterten Konditionen für die Betroffenen führen. Ver.di setzt sich weiterhin für Schutzmaßnahmen ein, um die Beschäftigten während des Übergangs zu unterstützen. Das Ergebnis hängt von den Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der SWEG-Geschäftsführung ab.






