Tiny-House-Festival zeigt: Kompaktes Wohnen wird immer vielfältiger und teurer
Carolina LangeTiny-House-Festival zeigt: Kompaktes Wohnen wird immer vielfältiger und teurer
Das Tiny-House-Festival „New Housing“ präsentiert vielfältige Wohnlösungen auf kleinem Raum
Kürzlich stellte das Tiny-House-Festival New Housing eine breite Palette kompakter Wohnkonzepte vor. Über 90 Aussteller präsentierten mehr als 30 verschiedene Modelle und unterstrichen damit das wachsende Interesse an nachhaltigem und platzsparendem Wohnen.
Die Preise für die Minihäuser variierten auf der Veranstaltung deutlich: Das Unternehmen Mobi House bot ein 16 Quadratmeter großes Wohnmobil für rund 48.000 Euro an. Ein voll ausgestattetes Modell mit 20 Quadratmetern war ab 75.000 Euro erhältlich. Für größere Varianten verkaufte der polnische Hersteller Tom & Luk ein 48 Quadratmeter großes Modulhaus mit Bad für 95.000 Euro.
Besondere Aufmerksamkeit erregten auch spezialisierte Entwürfe: Holzbau Engel zeigte ein 17 Quadratmeter großes autarkes Modell mit Batteriespeicher und Wasseraufbereitung für 100.000 Euro. Schwarzwald Tiny stellte mit dem barrierefreien „Tiny Care Home“ ein rollstuhlgerechtes Minihaus vor – ebenfalls zum Preis von 100.000 Euro.
Neben den reinen Baukosten müssen Käufer jedoch mit zusätzlichen Ausgaben rechnen, die in der Regel 15 bis 20 Prozent des Herstellungspreises ausmachen. Der Grundstückskauf stellt dabei oft den größten Kostenfaktor dar, wobei die Preise je nach Region stark schwanken. Langfristig kann das Leben im Tiny House insgesamt Investitionen zwischen 150.000 und 300.000 Euro erfordern.
Das Festival machte deutlich, wie vielfältig und anpassungsfähig Tiny Houses sein können. Die reinen Baukosten für die Häuser liegen zwischen 70.000 und 120.000 Euro – hinzu kommen Ausgaben für Grundstück und Einrichtung. Die Veranstaltung zeigte: Kompaktes Wohnen lässt sich an unterschiedliche Bedürfnisse und Budgets anpassen.
