US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen – Märkte reagieren mit Korrekturen
Darko CarstenUS-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen – Märkte reagieren mit Korrekturen
Finanzmärkte reagieren auf überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht
Die Finanzmärkte zeigten letzte Woche Reaktionen auf einen stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht. Zwar blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent, doch die Daten dämpften die Hoffnungen auf frühzeitige Zinssenkungen. Gleichzeitig gerieten europäische Aktien unter Druck, während die Öl- und Goldpreise deutlich nachgaben.
US-Arbeitgeber schufen im Juni 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die von Analysten prognostizierten 85.000. Der unerwartete Beschäftigungsaufschwung ließ die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 Prozent. In der Folge passten Anleger ihre Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank (Federal Reserve) nach unten an.
In Europa schloss der deutsche DAX am Freitag bei 24.759 Punkten und verlor damit 0,8 Prozent im Vergleich zur vorherigen Handelssitzung. Der Leitindex war zuvor auf dem Weg zur Marke von 25.000 Punkten gewesen, bevor die US-Arbeitsmarktdaten die Stimmung an den Märkten kündigten. Trotz geopolitischer Spannungen hielten sich die deutschen Standardwerte vergleichsweise stabil, während Technologieaktien – insbesondere aus dem Halbleitersektor – weiter unter Beobachtung standen.
An den Rohstoffmärkten kam es zu deutlichen Rückgängen: Die Nordsee-Ölsorte Brent fiel auf 93,80 Dollar pro Fass, Gold verlor 3,1 Prozent und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Auch der Euro gab gegenüber dem Dollar nach und sank auf 1,1536 Dollar.
Der US-Arbeitsmarktbericht hat die Erwartungen an eine Lockerung der Geldpolitik verschoben und wirkt sich damit auf die globalen Märkte aus. Deutsche Aktien zeigten sich zwar widerstandsfähig, verfehlten aber die erhofften Höchststände. Angesichts der fallenden Öl- und Goldpreise richten Investoren ihren Blick nun auf weitere wirtschaftliche Signale.






