Wartburgkreis übernimmt beide Krankenhäuser und reformiert die Notfallversorgung ab 2026
Carolina LangeWartburgkreis übernimmt beide Krankenhäuser und reformiert die Notfallversorgung ab 2026
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einen neuen strategischen Plan für die Krankenhäuser in der Region verabschiedet. Ziel ist es, eine langfristige, zugängliche und nachhaltige medizinische Versorgung zu sichern. Die Änderungen treten am 1. Juli 2026 in Kraft.
Dem Plan zufolge übernimmt der Wartburgkreis ab dem 1. Juli 2026 das St.-Georg-Krankenhaus Eisenach in voller Trägerschaft. Auch das Krankenhaus Bad Salzungen geht in kommunale Verantwortung über. Beide Häuser bleiben bestehen – jeweils mit eigener Notaufnahme und ausgebauten Notfallstrukturen.
Die Region wird in eine nord- und eine südliche Versorgungszone unterteilt. Jede Zone erhält ein Schwerpunktkrankenhaus als Kern. Die Häuser stimmen ihre Leistungen ab und spezialisieren sich auf bestimmte Fachbereiche, um zertifizierte Zentren zu erhalten und auszubauen.
Die ambulante Versorgung, einschließlich der Medizinischen Versorgungszentren, wird gestärkt und enger mit der stationären Behandlung verzahnt. Zudem sieht der Plan vor, die rund um die Uhr verfügbaren Notfallstrukturen weiterzuentwickeln. Wichtige Leistungen wie Unfallchirurgie, Altersmedizin, Geburtshilfe und die ärztliche Ausbildung bleiben erhalten oder werden ausgebaut.
Der strategische Plan sichert den Betrieb beider Krankenhäuser mit klaren Aufgabenprofilen. Er stärkt die Notfallversorgung und ambulante Angebote, während die grundlegende medizinische Versorgung langfristig gesichert wird. Die Umstellungen treten Mitte 2026 unter voller kommunaler Trägerschaft in Kraft.
