03 April 2026, 02:20

Wie Hans Albers mit Große Freiheit Nr. 7 die Seemannslieder unsterblich machte

Altes Buchcover mit einer Schiffillustration und dem Titel "Fünf ausgezeichnete neue Lieder" vor einem blauen Himmel mit Wolken.

Wie Hans Albers mit Große Freiheit Nr. 7 die Seemannslieder unsterblich machte

Der Film Große Freiheit Nr. 7 von 1944 brachte Seemannslieder ins Rampenlicht – dank Hans Albers' Darstellung eines singenden Matrosen. Als "blonder Hans" wurde Albers zu einer Legende und verband Schauspielkunst mit einer tiefen Leidenschaft für maritime Musik. Seine Darstellung fing die Sehnsucht der Seeleute ein – nach dem Meer und nach verlorener Liebe – und hinterließ einen bleibenden Eindruck in der deutschen Kultur.

Doch die Tradition der Shanties reicht weit über die Leinwand hinaus. Diese Arbeitslieder gaben einst den Takt vor, wenn Matrosen Taue zogen oder Segel hissten. Heute leben sie weiter in Chören wie dem Lotsen-Gesangverein, wo wöchentliche Proben und öffentliche Auftritte das Erbe bewahren.

Hans Albers spielte Hannes Kröger, einen Seemann, zerrissen zwischen seiner Liebe zum Meer und einer unerwiderten Leidenschaft für eine Frau namens La Paloma. Als der Schmerz über die unerfüllte Liebe zu groß wird, heuert er auf der Padua an, dem letzten großen Segelschiff der Hamburger Flying P-Liner. Dieses Schiff fährt noch heute – unter dem Namen Kruzenshtern – als einzig erhaltene Viermastbark der Welt und dient nun als russisches Schulschiff.

Für Michael Krieg waren Shanties mehr als nur Musik – sie waren der Soundtrack seiner Kindheit. Aufgewachsen in der Nähe der Howaldtswerke-Werft in Kiel, beobachtete er, wie Schiffe in den Förde glitten und Marinefahrzeuge vor Anker gingen. Seine Faszination für das Meer vertiefte sich, als er einem Kirchenchor beitrat und dort neben einem Mitglied des Lotsen-Gesangvereins sang, eines 1929 gegründeten Lotsenchors.

Zu Hause verstummten die Lieder nie. Bei Familienausflügen erklangen oft die Stimmen von Freddy Quinn, Lale Andersen und Albers selbst, deren Shanties die Luft erfüllten. Kriegs eigene Verbindung zum Meer, wenn auch romantisch verklärt, wurzelte in diesen Melodien – eine Liebe zum maritimen Leben, die mit der Realität nie ganz übereinstimmte.

Shanties begannen als praktische Arbeitshilfen für Seeleute, doch heute stehen sie für Kameradschaft und Nostalgie. Moderne Chöre, wie sie in Deutschland existieren, sorgen durch regelmäßige Auftritte dafür, dass die Tradition lebendig bleibt. Gleichzeitig halten Filme wie Große Freiheit Nr. 7 und die unvergängliche Kruzenshtern den Geist der See am Leben – in Liedern wie unter Segeln.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle