16 Prozent weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer benachteiligt werden

Xaver Dussen van
Xaver Dussen van
2 Min.
Ein Plakat für den Frauentags-Gedenktag von Team Redstone, das eine Frau mit einer 'Frauen-Gleichstellung'-Fahne zeigt, mit Logo und Informationen unten.Xaver Dussen van

16 Prozent weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer benachteiligt werden

Lohnlücke in Deutschland bleibt hartnäckiges Problem – Frauen verdienen 2024 weiterhin 16 Prozent weniger als Männer

Die geschlechtsspezifische Entgeltlücke in Deutschland bleibt ein anhaltendes Problem: Im Jahr 2024 verdienen Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer – ein Wert, der über dem europäischen Durchschnitt von etwa 12 Prozent liegt. Um auf die anhaltende Ungleichheit aufmerksam zu machen, findet der Equal Pay Day am 27. Februar 2026 mit einer öffentlichen Veranstaltung in Greifswald statt.

Die Lohnlücke begleitet Frauen in allen Phasen ihres Berufslebens – vom Einstieg bis zum Ruhestand. Durch kumulierende Einkommensunterschiede sind sie finanziell benachteiligt. Viele arbeiten in Teilzeit, übernehmen schlecht bezahlte Tätigkeiten oder leisten unbezahlt Sorgearbeit, was die Kluft weiter vertieft.

In den letzten zehn Jahren gab es in Deutschland zwar Fortschritte: Zwischen 2014 und 2024 verringerte sich die unbereinigte Lohnlücke von etwa 21 auf 17–18 Prozent. Dennoch liegt das Land damit weiterhin unter dem bereinigten EU-Durchschnitt von 12 Prozent. International haben Länder wie Island, Belgien und Luxemburg größere Erfolge erzielt und ihre Lücke um 3–5 Prozentpunkte reduziert, während sie in Südkorea und Japan um 1–2 Punkte sogar gestiegen ist.

In Greifswald organisiert das Bündnis Equal Pay MV – ein Zusammenschluss aus dem Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern und dem DGB Nord – am 27. Februar 2026 die Veranstaltung "Nahtlos durch die Nacht". Der Eintritt ist frei, Spenden vor Ort sind willkommen und fließen in weitere Aufklärungskampagnen. Die Initiator:innen weisen darauf hin, dass Frauen aufgrund der Lohnlücke effektiv 58 Tage im Jahr unbezahlt arbeiten.

Weitere Informationen gibt es unter dem Kampagnen-Hashtag #equalpaydaymv.

Das Equal Pay Day-Event 2026 zielt darauf ab, die Lohnungerechtigkeit und ihre langfristigen Folgen ins Bewusstsein zu rücken. Da Frauen nach wie vor deutlich weniger verdienen als Männer, setzt sich das Bündnis weiterhin für strukturelle Veränderungen ein. Die Veranstaltung in Greifswald markiert einen weiteren Schritt, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu schärfen und politische Maßnahmen voranzutreiben.

Neueste Nachrichten
Ein altes, vergilbtes Dokument mit einem kreisrunden, schwarz umrandeten Stempel, wahrscheinlich ein Brief der deutschen Regierung, geschrieben in schwarzer Tinte.
Wirtschaft 2 Min.

Rückforderungen der Rentenversicherung: Wann Rentner nicht zahlen müssen

Die Angst vor Mahnungen treibt Senioren oft zu voreiligen Zahlungen. Doch ein neues Urteil zeigt: Bei Renten-Forderungen lohnt sich der Blick auf Fristen – und spart bares Geld.

Ein junger Mann in einem blauen T-Shirt und Everton FC Jersey steht auf einem grünen Fußballfeld, wahrscheinlich in einem Stadion.
Fußball Global 2 Min.

TSG Hoffenheim präsentiert André Kreuzwieser als neuen Vorsitzenden und feiert ersten Sommertransfer

Ein klarer Führungswechsel und ein junger Stürmer als Hoffnungsträger: Hoffenheim setzt auf Stabilität. Doch was bedeutet das für die neue Saison?

Ein Gemälde einer belebten Stadtplatz mit Fußgängern, Gebäuden und Statuen, mit Text unten.
Bücher 2 Min.

Essens Kunstmeile feiert Rekord mit 45.000 Besuchern in 150 Ateliers

Hinter verschlossenen Türen wird Kunst lebendig. Diesmal öffneten 150 Ateliers ihre Pforten – und die Besucher strömten in Scharen. Ein Event, das Essen jedes Jahr neu verbindet.

Eine Gruppe von Menschen vor einem Metalldetektor an einem Bahnhof, mit einem weiteren Metalldetektor rechts und einigen Menschen im Hintergrund.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Laserangriff auf Lokführer: Jugendliche blenden Zugführer in Ludwigsburg

Ein greller Lichtblitz bringt einen Zug zum Stehen – und die Täter fliehen. Wer hat die Gruppe Jugendlicher gesehen, die den Bahn-Führer attackierte?

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Männern in Anzügen und Krawatten vor einem Gebäude mit Text unten, der lautet: "Medizinische Fakultät der Universität New York und die Gründer des Medizinischen Departments."
Bildung und persönliche Entwicklung 2 Min.

Rekordstart: 440 neue Azubis und Dualstudierende am Freiburger Uniklinikum

Von der Pflege bis zur IT: Das Freiburger Uniklinikum startet mit Rekordzahlen ins Ausbildungsjahr. Warum die Einrichtung bundesweit als Vorreiter in der Gesundheitsbildung gilt.

Lebendiges chinesisches Neujahrsfest in einem Einkaufszentrum mit Menschen in Kostümen, die tanzen, und anderen, die auf Stühlen sitzen und Mobiltelefone halten, umgeben von Fahnen, Bannern, Dekorationen und Lichtern.
Bücher 2 Min.

Mondfest in Bayreuth: Chinesische Traditionen zum Mitmachen und Staunen

Von Drachentanz bis Teezeremonie: Ein Abend voller Magie und Tradition. Wer findet die versteckten Glücksbringer – und wer probiert als Erster den süßen Mondkuchen?

Eine Karte von Türkei, die in verschiedenen Farben dargestellt ist, um den prozentualen Anteil der Bevölkerung in jedem Gebiet zu zeigen, mit dem Text "Canakkale Wahlresultate 2018".
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Cem Özdemir wird erster Ministerpräsident türkischer Herkunft in Baden-Württemberg

Ein historischer Moment für Deutschland: Nach Skandalen und Comebacks führt Özdemir die Grünen zum Sieg. Wie prägt er nun Baden-Württembergs Zukunft?

Ein detaillierter Stadtplan mit einem grünen zentralen Bereich, wahrscheinlich ein geplanter Entwicklungsstandort, umgeben von Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.
Wirtschaft 2 Min.

Zukunft der Industrieflächen: Freiburg diskutiert nachhaltige Lösungen für Gewerbegebiete

70 Expert:innen aus Politik und Wirtschaft suchten im Kreativpark Lokhalle nach Antworten auf eine drängende Frage: Wie bleiben Industriegebiete fit für morgen? Konkrete Projekte zeigen, dass es schon heute Lösungen gibt.

Neueste Nachrichten