AfD strebt über 20 Prozent bei Landtagswahl in Baden-Württemberg an

Marijan Mangold
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Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Gruppe von Menschen, die mit Fahnen und Transparenten die Straße entlang marschieren, mit einem Laternenmast links und einem Gebäude mit einer Tafel rechts, auf der "Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei in Berlin" steht.Marijan Mangold

AfD beenden Wahlkampf in Rottweil - AfD strebt über 20 Prozent bei Landtagswahl in Baden-Württemberg an

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihren Wahlkampf für die Landtagswahl in Baden-Württemberg abgeschlossen. Bei der letzten Großkundgebung sprach die Parteivorsitzende Alice Weidel anstelle des abwesenden Markus Frohnmaier zu den Anhängern, der wegen einer Reise in die USA nicht teilnehmen konnte. Die AfD hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und strebt an, ihr bisheriges Wahlergebnis auf über 20 Prozent mehr als zu verdoppeln.

Im Mittelpunkt des AfD-Wahlkampfs stand ein Neun-Punkte-Plan für sofortige Maßnahmen im Falle eines Wahlsiegs 2026. Zu den zentralen Versprechen gehörten die Senkung der Energiekosten durch staatliche Rückerstattungen sowie die Wiederbelebung der Kernenergie. Zudem versprach die Partei, die Automobilindustrie durch die Förderung regionaler Käufe und die Ablehnung von EU-Verboten für Verbrennungsmotoren zu schützen. Weitere Vorhaben umfassten schuldenfreie Investitionen, Schulreformen mit Fokus auf Leistung und nationale Identität, eine verschärfte Kriminalpolitik mit Abschiebungen ausländischer Straftäter sowie die Abschaffung des § 188 StGB zur Verteidigung der Meinungsfreiheit.

Auf der Abschlusskundgebung kritisierte Co-Vorsitzender Tino Chrupalla die regierenden Parteien des Landes scharf und machte deren Politik für den wirtschaftlichen Niedergang verantwortlich. Er rief die Wähler auf, sich gegen das zu stellen, was die AfD als "ideologische Klimaschutz-Theaterpolitik" von CDU und Grünen bezeichnete. Die Partei präsentierte sich als mutige Alternative und wies die Bezeichnung von CDU-Landeschef Manuel Hagel, der sie als "Kostümkonservative" abtat, zurück. Stattdessen argumentierte die AfD, dass Jahrzehnte unter CDU-Führung zu Stagnation geführt hätten – trotz jüngster Eingeständnisse von Fehlentwicklungen.

Frohnmaier, Landesvorsitzender der AfD und potenzieller Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, fehlte bei der Veranstaltung wegen einer Reise. Seine Abwesenheit überließ Weidel und Chrupalla die Führung des finalen Wahlkampfschubs, bei dem sie die Wähler zu einer starken Beteiligung aufriefen, um die politische Landschaft des Landes neu zu gestalten.

Der AfD-Wahlkampf endete mit einem Aufruf zu radikalen Veränderungen und dem Ziel, über 20 Prozent der Stimmen zu erreichen. Ihre Vorschläge reichten von wirtschaftlichen und energetischen Reformen bis hin zu strengeren Migrations- und Bildungspolitik. Die Wahlergebnisse werden zeigen, ob der Vorstoß der AfD für eine größere Rolle in Baden-Württemberg erfolgreich sein wird.

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