QCyber startet quantengesicherte Testnetze in Stuttgart und Berlin

Xaver Dussen van
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Ein Mobilbildschirm zeigt ein Gehirnbild und den Text "Denken Elektronen?", der sich auf die Quantenphysik bezieht.Xaver Dussen van

QCyber startet quantengesicherte Testnetze in Stuttgart und Berlin

Neues deutsches Forschungsprojekt: QCyber entwickelt quantengesicherte Anwendungen im realen Glasfasernetz in Stuttgart und Berlin

Das neue Forschungsprojekt QCyber wird in Stuttgart und Berlin sichere Quantenanwendungen entwickeln und in einem realen Glasfasernetz testen. Mit einer Förderung von 6 Millionen Euro durch die Bundesregierung zielt die Initiative darauf ab, die Quantenkommunikation über reine Laborexperimente hinaus in praktische, mehrnutzerfähige Umgebungen zu überführen.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben läuft von Anfang 2026 bis Ende 2028 und soll ein Testnetz mit bis zu sechs Knotenpunkten über eine Strecke von 20 Kilometern aufbauen. Das Netz wird die Standorte Vaihingen und Stadtmitte der Universität Stuttgart und Berlin verbinden, ergänzt durch eine zusätzliche Teststrecke von Nokia. Anders als bisherige Laborversuche oder Zweiparteien-Quantenverbindungen wird QCyber untersuchen, wie sich solche Systeme in einem breiteren Kommunikationskontext bewähren.

Der Fokus von QCyber geht dabei über einfache abhörsichere Nachrichtenübermittlung hinaus: Das Team entwickelt Anwendungen für gruppensichere Kommunikation, kollaborative Entschlüsselung und sogar quantenbasiertes elektronisches Wählen. Diese Systeme erfordern abgestimmte Aktionen mehrerer Nutzer – ähnlich wie es in realen digitalen Infrastrukturen der Fall ist.

Zudem wird das Projekt prüfen, wie sich Quantenkommunikation in bestehende Cybersicherheitsarchitekturen integrieren lässt. In Workshops bei ARENA2036 tauschen sich die Forscher mit Industriepartnern über praktische Einsatzmöglichkeiten aus. Hardware- und Softwarekomponenten werden sowohl auf Leistung als auch auf Sicherheit getestet, wenn sie in herkömmliche Netze eingebettet sind.

Ein Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft treibt die Initiative voran, darunter drei Institute der Universität Stuttgart, die Universität Würzburg, die TU Berlin, Swabian Instruments, Nokia und ARENA2036. In keiner anderen europäischen Region wurden bisher Feldtests dieses Umfangs für Quanten-Netzwerkanwendungen in realer Infrastruktur durchgeführt.

Der QCyber-Testaufbau wird entscheidende Erkenntnisse zur Machbarkeit großflächiger Quantennetze liefern. Die Ergebnisse könnten künftige sichere Kommunikationssysteme für Industrie und öffentliche Infrastruktur prägen. Die Projektergebnisse werden bis Ende 2028 erwartet.

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