Feuerwehr-Atemschutztest: Warum selbst Bürokraten hier schwitzen müssen

Marijan Mangold
Marijan Mangold
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Eine Gruppe von Feuerwehrleuten in voller Ausrüstung, einschließlich Helmen und Sauerstoffflaschen, arbeitet an einem Flugzeug während eines Übungsmanövers, mit verschiedenen Gegenständen und Lichtern im Hintergrund.Marijan Mangold

Feuerwehr-Atemschutztest: Warum selbst Bürokraten hier schwitzen müssen

Marcel Meier, ein Mitarbeiter des Oberbürgermeisteramts, nahm kürzlich am jährlichen Fitness-Test der Esslinger Feuerwehr für Atemschutzgeräteträger teil. Die Prüfung simuliert die körperlichen Belastungen, denen Feuerwehrleute im Einsatz ausgesetzt sind. Alle 60 Berufsfeuerwehrleute Esslingens müssen diesen Test jährlich bestehen, um im aktiven Dienst bleiben zu können.

Bei der Prüfung müssen die Teilnehmer die vollständige Schutzausrüstung tragen – darunter Jacke, Hose, Helm, Atemmaske und ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät (Pressluftatmer). Diese Ausrüstung wiegt etwa 20 bis 25 Kilogramm. Meier beschrieb die Erfahrung als anspruchsvoll, aber machbar, räumte jedoch ein, dass das endlose Leitersteigen der schwierigste Teil gewesen sei.

Der Test besteht aus drei körperlichen Aufgaben: 30 Meter auf einer Endlosleiter erklimmen, 200 Meter bergauf auf einem Laufband laufen und zwei Minuten lang bei einem Widerstand von 120 Watt Rad fahren. Meier bestand die Prüfung erfolgreich und bezeichnete sie als 'zu schaffen', betonte aber, dass sie nicht mit der Belastung eines echten Einsatzes vergleichbar sei.

Andreas Gundl, Leiter der Sondergefahreneinheit, bestätigte, dass der Test lediglich als 'Aufwärmübung' für reale Einsätze diene. Im Ernstfall tragen Feuerwehrleute oft zusätzliche Ausrüstung wie Schläuche, Äxte oder Löscher, was das Gewicht um bis zu 40 Kilogramm erhöhen kann. Im vergangenen Jahr rückten die Esslinger Feuerwehrleute zu 970 Einsätzen aus – die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen, und das, obwohl es in der Region keine größeren Stürme gab.

Nach deutschen Vorschriften (ASR A4.3) müssen alle Berufsfeuerwehrleute jährlich einen Atemschutz-Fitness-Test bestehen. Die Anforderungen variieren jedoch je nach Bundesland. Einige, wie Bayern und Nordrhein-Westfalen, verlangen strengere kardiovaskuläre und lungenfunktionelle Untersuchungen. Größere Städte führen darüber hinaus oft psychologische Bewertungen durch, die über die verpflichtende ärztliche Untersuchung hinausgehen.

Der Test stellt sicher, dass die Feuerwehrleute körperlich in der Lage sind, Einsätze zu bewältigen. Wer durchfällt, erhält eine zweite Chance. Die Esslinger Feuerwehr bereitet sich unterdessen weiter auf hohe Einsatzanforderungen vor – hatte sie doch bereits im vergangenen Jahr einen Rekord an Alarmierungen verzeichnet.

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