Mainz feiert historische Faschings-Sitzung mit erster Protokollführerin

Marijan Mangold
Marijan Mangold
2 Min.
Ein Plakat, das ein Festival in M├╝nchen, Deutschland, ank├╝ndigt und ein Bild einer Frau mit menschlichem Gesicht zeigt, umgeben von anderen Menschen und B├Ąumen, mit Text.Marijan Mangold

Frauen-Deb├╝t bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainz feiert historische Faschings-Sitzung mit erster Protokollführerin

Die "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht"-Sitzung hat in diesem Jahr Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit fast 200 Jahren führt mit Christina Grom eine Frau durch das Protokoll des traditionellen Faschingsfestes. Die langjährige Karnevalsveranstaltung verbindet wie gewohnt scharfe politische Satire mit ihrem klassischen Humor.

Die diesjährige Ausgabe bleibt ihrem Ruf als mutige Kritikerin treu und bringt gleichzeitig frische Stimmen auf die Bühne. Neben etablierten Größen wie Andreas Schmitt sorgen Neueinsteiger wie Grom für einen Generationswechsel auf der Bühne.

Die Sitzung ist seit jeher für ihre schonungslose politische Kommentierung bekannt. Seit 1976 ist Andreas Schmitt eine zentrale Figur und nimmt dabei Institutionen von der Kirche bis zu rechtspopulistischen Parteien wie der AfD aufs Korn. In diesem Jahr kehrte er nach einer kurzen gesundheitsbedingten Pause 2025 zurück und beendete die Show als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms.

Schmitts Spott richtete sich unter anderem gegen den Vatikan: Er scherzte, Papst Leo XIV. solle sich für Gleichberechtigung einsetzen – und malte sich gar eine zukünftige Papstin Ulrike aus, die den Segen Urbi et Orbi erteile. Zudem bezog er sich auf die Kontroversen um die Kardinäle Müller und Woelki, die er als Symbole institutionellen Versagens darstellte.

Christina Grom, die erste weibliche Protokollführerin, nahm sich derweil prominenter Politiker an. Sie karikierte Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Eine ihrer treffendsten Pointen forderte, der Himmel möge Trump "etwas Verstand" regnen lassen – am besten mit der Gutenberg-Bibel, um seinen "aufgeblähten Kopf" zu treffen.

Auch Jürgen Wiesmann feierte sein Comeback und stand zum 25. Mal als Ernst Lustig, eine beliebte Karnevalsfigur, auf der Bühne. Trotz Innovationen wie Groms Führung blieb die Sitzung ihren Wurzeln treu und balancierte zwischen Tradition und moderner Satire.

Die "Mainz bleibt Mainz"-Sitzung 2026 setzt mit ihrer ersten Protokollführerin ein Zeichen. Groms Debüt an der Seite von Veteranen wie Schmitt und Wiesmann steht für Kontinuität und Wandel zugleich. Die Mischung aus beißendem politischen Humor und bewährtem Karnevalsgeist ist lebendiger denn je.

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