iBlali bricht mit dem Content-Wahnsinn – warum er jetzt nur noch spielt, was ihm Spaß macht

Marijan Mangold
Marijan Mangold
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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Menge in Panik in einem brennenden Theater, mit den Worten "Tödlicher Brand Exeter Theatre Burn" unten.Marijan Mangold

iBlali bricht mit dem Content-Wahnsinn – warum er jetzt nur noch spielt, was ihm Spaß macht

Viktor "iBlali" Roth, bekannter deutscher YouTuber und Twitch-Streamer, ändert nach Jahren der Erschöpfung seine Herangehensweise an die Content-Erstellung. Statt weiter auf virale Videos zu setzen, konzentriert er sich nun auf das Streamen von Spielen, die ihm wirklich Freude bereiten. Diese Entscheidung spiegelt einen größeren Trend unter Creatorn in Deutschland wider, die mit dem Druck der ständigen Content-Produktion kämpfen.

In den letzten fünf Jahren sah sich iBlali denselben Herausforderungen gegenüber wie viele andere deutsche Creator: unberechenbare Algorithmen der Plattformen und sinkende Werbeeinnahmen. Änderungen bei YouTube und TikTok haben die organische Reichweite um bis zu 40 % reduziert, während die Nutzung von AdBlockern in Deutschland auf 45 % gestiegen ist. Trotz dieser Schwierigkeiten haben Creator wie er durch alternative Einnahmequellen – Merchandising, Fan-Abos und Markenkooperationen – Stabilität gefunden. Laut Statista und YouTube Analytics verdienen Spitzen-Creator heute 30 % mehr durch nicht werbefinanzierte Quellen als noch zuvor.

Der Druck, gleichzeitig auf Twitch und YouTube präsent zu sein, hat seinen Tribut gefordert. iBlali gab zu, dass die ständige Nachfrage nach neuem Content ihm die Freude am Streamen genommen habe – ein Gefühl, das viele in der Branche teilen. Erst kürzlich kündigte auch der deutsche Creator Rewinside nach über einem Jahrzehnt eine Pause an und nannte ähnliche Erschöpfung als Grund.

Um sich anzupassen, wird iBlali seinen Content auf zwei Kanäle aufteilen: Sein Hauptaccount "iBlali" bleibt dem Gaming gewidmet, während auf dem neuen Kanal "VIK" Videoessays erscheinen sollen. Er rechnet damit, dass diese Umstellung zunächst zu geringeren Einnahmen führen wird. Um dies auszugleichen, plant er, vermehrt Markenpartnerschaften einzugehen und ein Schmuckunternehmen zu gründen – ein Schritt, der dem Trend vieler Creator folgt, ihre Einkommensquellen zu diversifizieren.

iBlalis Schritt unterstreicht die sich wandelnden Strategien langjähriger Content-Creator in Deutschland. Indem er den Fokus auf Spaß legt und neue Einnahmewege erkundet, will er seine Karriere nachhaltig gestalten, ohne sich allein auf die Algorithmen der Plattformen zu verlassen. Seine Erfahrungen spiegeln einen breiteren Wandel wider, bei dem Creator zunehmend nach Stabilität jenseits klassischer werbefinanzierter Einnahmen suchen.

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