Grimmelfingen-Lindenhöhe bekommt 2026 erstmals einen eigenen Bezirksbeirat

Xaver Dussen van
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Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte, die Straßen, Autobahnen und Textbeschriftungen von Städten, Dörfern und Sehenswürdigkeiten zeigt.Xaver Dussen van

Grimmelfingen-Lindenhöhe bekommt 2026 erstmals einen eigenen Bezirksbeirat

Grimmelfingen-Lindenhöhe bekommt bald eine eigene politische Stimme

Der Stadtteil, der am 1. April 2026 offiziell eingerichtet wird, ermöglicht es den Bewohnerinnen und Einwohnern, im Juli desselben Jahres erstmals einen eigenen Bezirksbeirat zu wählen. Damit folgt Ulm dem Ziel, die lokale Mitbestimmung in einem Gebiet zu stärken, das für seinen ländlichen Charakter und den starken Gemeinschaftssinn bekannt ist.

Den Anstoß gab der Ulmer Stadtrat im November 2025, als er eine neue Bezirkssatzung für Grimmelfingen und Lindenhöhe verabschiedete. Diese sieht vor, die demokratische Teilhabe auszubauen, indem der Stadtteil künftig über gewählte Vertreterinnen und Vertreter verfügt. Der Bezirksbeirat wird aus zwölf Mitgliedern bestehen, die bis Sommer 2029 im Amt bleiben.

Der Rat erhält beratende und anregende Befugnisse in allen Belangen, die den Stadtteil betreffen. Zudem muss er bei wichtigen lokalen Entscheidungen angehört werden. Ein ehrenamtlicher Bezirksvorsteher oder eine ehrenamtliche Bezirksvorsteherin leitet die Sitzungen und kann an Stadtratssitzungen teilnehmen, sobald Themen auf der Tagesordnung stehen, die Grimmelfingen-Lindenhöhe direkt berühren.

Der Wahltermin steht bereits fest: Am 5. Juli 2026 werden die Bürgerinnen und Bürger ihre Vertreter wählen. Ein kommunaler Wahlausschuss organisiert die Abstimmung und bestätigt das Ergebnis. Die Neuerung markiert einen Bruch mit Ulms jahrzehntelang zentralistischer Struktur, die auf die 1970er-Jahre zurückgeht, als die Stadt im Rahmen der baden-württembergischen Gebietsreform mit zehn umliegenden Gemeinden zusammengeschlossen wurde.

Anders als in anderen reformierten Städten wie Stuttgart behielten Ulms eingemeindete Ortsteile – etwa Lehr – bisher nur begrenzte Eigenständigkeit. Der neue Bezirksbeirat von Grimmelfingen-Lindenhöhe erhält nun klar definierte Mitwirkungsrechte, bleibt aber Teil der übergeordneten Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Martin Bendel.

Ab April 2026 nimmt der Bezirksbeirat seine Arbeit auf und gibt dem Stadtteil damit ein formelles Mitspracherecht in lokalen Angelegenheiten. Die zwölf gewählten Mitglieder, deren Amtszeit bis 2029 läuft, beraten zu ortsrelevanten Themen und vertreten die Interessen Grimmelfingen-Lindenhöhes in städtischen Gremien, sobald es um den Stadtteil geht.

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