Baden-Württemberg kämpft gegen versiegelte Böden mit neuen Förderprogrammen

Xaver Dussen van
Xaver Dussen van
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Eine Straße mit Fahrzeugen, Gebäuden, Bäumen, Polen, Drähten und einer Wand mit Graffiti "Saubere und grüne Verschönerung" mit Pflanzen und Gras im Vordergrund und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Xaver Dussen van

Baden-Württemberg kämpft gegen versiegelte Böden mit neuen Förderprogrammen

Baden-Württemberg geht neue Wege, um die versiegelten Flächen im Land zu verringern. Mit 220.000 Hektar – das entspricht 6,2 % der Gesamtfläche – die von undurchlässigen Belägen bedeckt sind, haben die Behörden zwei Förderprogramme aufgelegt, um Kommunen zu Veränderungen zu motivieren. Die Initiativen belohnen Städte und Gemeinden für das Entfernen versiegelter Böden und die Einstellung von Fachkräften, die eine effizientere Flächenbewirtschaftung ermöglichen sollen.

Mit dem Entsiegelungsbonus unterstützt das Land finanziell die Beseitigung befestigter Flächen. Kommunen können bis zu 40.000 Euro für die vollständige Entsiegelung eines Gebiets oder 24.000 Euro für Teilmaßnahmen erhalten. Bei einer Teilentsiegelung werden Materialien wie Asphalt durch wasserdurchlässige Alternativen ersetzt.

Ein weiteres Programm, der Flächenmanagement-Bonus, stellt Kommunen bis zu 40.000 Euro zur Verfügung, wenn sie eine feste Stelle für eine kommunale Flächenmanagerin oder einen kommunalen Flächenmanager schaffen. Diese Expertinnen und Experten fungieren als Schnittstelle zwischen Verwaltungen, Grundstückseigentümern, Investoren und Anwohnern. Zu ihren Aufgaben gehört die Beratung bei Nachverdichtungsprojekten sowie die Sicherstellung einer zügigen Flächennutzung.

Das Land hat ähnliche Stellen bereits in der Vergangenheit gefördert: Seit 2016 gab es im Rahmen des Programms Flächen gewinnen durch Nachverdichtung bis zu 120.000 Euro für zeitlich befristete Anstellungen. Der neue Bonus konzentriert sich nun auf dauerhafte Positionen. Anträge müssen innerhalb eines Jahres nach Abschluss eines Projekts eingereicht werden.

Der Versiegelungsgrad variiert in der Region stark: Während Großstädte rund 30 % ihrer Fläche versiegelt haben, liegt der Anteil in ländlichen Gebieten unter 4 %. Die Fördergelder sollen diese Unterschiede ausgleichen, indem sie eine nachhaltigere Flächennutzung vorantreiben.

Die beiden Programme setzen klare finanzielle Anreize für kommunales Handeln. Städte und Gemeinden können nun Mittel beantragen, um versiegelte Flächen zurückzubauen oder spezialisiertes Personal für das Flächenmanagement einzustellen. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon eine Reduzierung der versiegelten Flächen und eine verbesserte langfristige Flächenplanung.

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