Wiesbadens Kürbissuppenfest vereint Kunst, Musik und kulinarische Leidenschaft

Marijan Mangold
Marijan Mangold
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Ein lebendiger Plakat mit "Juicy Beats Festival" in fetter schwarzer Schrift auf einem hellgelben Hintergrund, mit Bildern von einem Mikrofon, einem Plattenspieler und einem Mikrofonständer.Marijan Mangold

Wiesbadens Kürbissuppenfest vereint Kunst, Musik und kulinarische Leidenschaft

Kleines, aber lebendiges Publikum beim Wiesbadener Kürbissuppenfest

Am Samstag versammelte sich eine kleine, aber lebhafte Gruppe vor dem Wiesbadener KunstHaus zum jährlichen Kürbissuppenfest. Im Mittelpunkt des Events stand die berühmte Kürbisskulptur, die Anwohner zusammenbrachte, um Rezepte, Musik und die Liebe zu saisonalen Aromen zu teilen. In diesem Jahr feierte das Fest auch den Wandel der Skulptur – von einem skurrilen Kunstwerk zu einem geliebten Wahrzeichen der Stadt.

Das Fest fand neben der ikonischen Kürbisskulptur statt, die ursprünglich 2004 vom Künstler Michael S. Bulgari geschaffen wurde. Erstmals während des Wiesbadener Kunstsommers auf den Dern'schen Wiesen ausgestellt, zog sie später an ihren heutigen Standort nahe dem Wochenmarkt im Churpark um. Mit der Zeit entwickelte sich die Skulptur von einer verspielt kuriosen Installation zu einem Symbol für städtische Erneuerung – eine Verbindung von Natur und Kunst, bei der Kürbisranken durch Drahtgestelle wuchern.

Die Besucher folgten in diesem Jahr der Tradition des "Gebens und Nehmens". Wer die gespendete Kürbissuppe kosten wollte, musste etwas beitragen – sei es durch Gesang, Musik oder das Teilen von Rezepten. Ein Höhepunkt war die Aufführung der "Ode an den Kürbis", einem Lied des Künstlers Volker Kutscher. Die Melodie, inspiriert von Beethovens "Ode an die Freude", wurde mit kürbisthematischen Texten neu interpretiert und verleiht dem Fest eine besondere Note.

Rund zwei Dutzend Menschen nahmen teil und tauschten Rezepte für Suppen aus – von kleinen Hokkaido-Kürbissen bis hin zu riesigen Zierkürbissen. Jede Zutat wurde mit Bedacht abgemessen, ein Zeichen für die Leidenschaft der Gemeinschaft für Kochen und Kreativität. Die Skulptur selbst, mittlerweile das meistfotografierte Kunstwerk Wiesbadens, zieht ganzjährig Besucher an und regt Künstler an, während sie Gespräche über die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum anstoßt.

Das Kürbissuppenfest bewies einmal mehr seinen Charme, indem es Kunst, Essen und Musik in einem einzigen Event vereinte. Der wachsende Bekanntheitsgrad der Skulptur – vom Nischenobjekt zum Instagram-Hotspot – spiegelt die offene, spielerische Kultur der Stadt wider. Veranstalter und Gäste gingen mit neuen Rezepten, geteilten Geschichten und einer noch stärkeren Verbindung zum kreativen Geist Wiesbadens nach Hause.

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